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Welcher Grillrost ist der Beste für den Gasgrill?

Wenn es um einen qualitativ hochwertigen Gasgrill geht, mit dem man das Grillgut perfekt zubereiten

kann, dann handelt es sich beim Rost quasi um das Herzstück des Gerätes. Der Grillrost ist ständig sehr hohen Temperaturen ausgesetzt, so dass er vor allem auch robust und langlebig sein sollte. In der Regel sind Gasgrills standardmäßig mit einem verchromten Rost ausgestattet, möchte man etwas anderes, so muss man den Rost separat erwerben, was sich angesichts zahlreicher Vorteile durchaus bezahlt machen kann.

Neben den klassischen Grillrosten bieten die Hersteller auch Modelle aus Gusseisen und Edelstahl an. Leidenschaftliche Grillmeister werden sich nun die Frage stellen, welche Variante eigentlich die beste ist. Leider lässt sich darauf keine eindeutige Antwort geben, denn jedes Material hat so seine individuellen Vor- und Nachteile, so dass man keinen direkten Vergleich anstellen kann. Nachfolgend möchten wir die drei Varianten deshalb ein wenig näher betrachten, um die Entscheidung etwas zu erleichtern.

Der Klassiker: Der verchromte Grillrost

Kauft man sich einen neuen Gasgrill, so bekommt man diesen in den meisten Fällen mit einem herkömmlichen verchromten Grillrost. Dass die Hersteller diesen bevorzugen leuchtet schnell ein, wenn man sich einmal die Kosten vor Augen führt. Im Vergleich zu einem Modell aus Edelstahl können etwa 50 Prozent eingespart werden, mit einem anderen Grillrost wären die Geräte durchschnittlich also wesentlich teurer.

Betrachtet man diesen Punkt jedoch auf lange Sicht, so kann man nicht unbedingt eine Ersparnis verzeichnen. Bei regelmäßigem Einsatz des Gasgrills wird die Oberfläche des Rostes innerhalb kurzer Zeit porös, so dass sich in der Folge Reste des Grillguts daran festsetzen können. Selbstverständlich wird die Reinigung des Grillrostes dadurch ganz erheblich erschwert, nach einer gewissen Zeit kann er fast gar nicht mehr gründlich gesäubert werden, und es muss ein neuer her.

Nimmt man keinen Austausch vor, so wird sich irgendwann auch das Material ablösen, Rost lässt dann garantiert nicht mehr lange auf sich warten. Wie schnell dieser Prozess voran schreitet hängt maßgeblich davon ab, für welche Legierung sich der Hersteller entschieden hat.

Die Luxus-Variante: Der Grillrost aus Edelstahl

Wie bereits erwähnt, sind die Kosten für einen Edelstahl-Grillrost fast doppelt so hoch wie für die verchromte Standard-Ausführung. Von den höheren Preisen sollte man sich aber nicht unbedingt abschrecken lassen, denn auf längere Sicht werden sich die Anschaffungskosten auf jeden Fall amortisieren. Edelstahl kann mit einer sehr hohen Dichte punkten, so dass Schmutz kaum Möglichkeiten hat, sich am Grillrost festzusetzen.

Zunächst einmal wird man diesen Vorteil bei der Reinigung bemerken, denn diese gestaltet sich sehr leicht und ohne großen Zeitaufwand. Bei der Säuberung muss man nichts Spezielles beachten, ein herkömmliches Reinigungsmittel und warmes Wasser reichen vollkommen aus. Das Material wird sich auch bei regelmäßigem Einsatz des Grills nicht ablösen, so dass Rost keine Chance hat. Doch der Edelstahl hat noch einen weiteren Vorzug, denn er heizt sich stärker auf, so dass man am Grillgut später die typischen Grillstreifen hat.

Für spezielle Einsatzzwecke: Der Grillrost aus Gusseisen

Nicht ganz so weit verbreitet sind Grillroste aus Gusseisen, denn sie werden eigentlich nur dann benötigt, wenn man das Grillgut bei hohen Temperaturen zubereiten möchte. Gusseisen hat nämlich die Eigenschaft, besonders viel Wärme zu speichern, diese kann dann an das Grillgut auf dem Rost abgegeben werden. Nicht immer ist dieser Effekt von Vorteil, denn einige Zubereitungsarten scheiden dadurch quasi aus.

Möchte man das Grillgut zum Beispiel über einen längeren Zeitraum bei niedriger Temperatur zubereiten, so wird man höllisch aufpassen müssen, dass das Essen nicht auf dem gusseisernen Grillrost verbrennt. Wird das Grillen à la Barbecue bevorzugt, sollte man also unbedingt immer zu einem Grillrost mit verchromter Oberfläche oder einem Modell aus Edelstahl tendieren.

Die Reinigung unterscheidet sich beim Gusseisen etwas, denn eine harte Bürste und Reinigungsmittel sind hier auf jeden Fall tabu. Durch die Einwirkung von Fett auf die Oberfläche des Rostes entsteht mit der Zeit eine Patina. Diese Schicht aus Fett stellt für das Material einen guten Schutz vor Rost dar, deshalb sollte man sie nicht zerstören. Sollte dies der Fall sein, muss man den Rost quasi erst wieder einbrennen, Anleitungen hierzu findet man im Internet. So lange die Patina erhalten bleibt, wird das Grillgut am Grillrost nicht anbrennen, denn es entsteht eine Art Antihaft-Effekt. Falls doch einmal etwas haften bleibt, lässt es sich nach dem Grillen mit heißem Wasser ganz leicht entfernen.

Fazit

Eingefleischten Hobby-Grillmeistern stehen also insgesamt drei verschiedene Varianten an Grillrosten zur Auswahl, wobei jede davon ihre individuellen Vorzüge hat. Grundsätzlich ist man mit einem Grillrost aus Edelstahl wohl am besten beraten, denn er ist einfach ein Allrounder, der mit Pflegeleichtigkeit und Langlebigkeit punkten kann. Ein Gusseisen-Grillrost ist schon recht speziell und sollte eigentlich nur dann erste Wahl sein, wenn man überwiegend Steaks grillt. Nutzt man den Gasgrill nur selten, so kommt man auch mit den verchromten Grillrosten gut zurecht, hier muss man nicht unbedingt noch zusätzlich investieren.

 

 


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